Golf Fußabdruck

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Lyoness und der European Tour setzt sich die Greenfinity für eine nachhaltige Entwicklung im Golfsport ein. Aus diesem Grund tritt die Stiftung im Jahr 2012 auch als Presenter des größten Golfturniers in Österreich auf.

Im Verlaufe der „Lyoness Open powered by Greenfinity“ ermittelt sie erstmals den ökologischen Fußabdruck eines Golf-Events der European Tour. Das gemeinsame Ziel ist es, die Turniere der European Tour zukünftig ökologisch zu optimieren und deren Fußabdruck beständig zu verkleinern.


Lyoness Open 2012

Bei den Lyoness Open 2012 in Atzenbrugg konnte der ökologische Fußabdruck erstmals für ein Golfevent berechnet werden. Als Grundlage dazu dienten die Verbrauchsdaten der Lyoness Open 2012.

Als Bewertungsinstrument für die ökologische und soziale Verträglichkeit dient der sogenannte „ökologische Fußabdruck", ein umfassender Nachhaltigkeitsindikator, den Forscher bereits 1994 entwickelt haben. Er ist eine Metapher für den Ressourcenverbrauch in Abhängigkeit der produktiven Fläche der Erde. Das heißt, der ökologische Fußabdruck gibt an, wie viele Hektar an Fläche unser Planet bereitstellen muss, um die Ressourcen für eine Einzelperson, ein Event oder ein ganzes Land zu liefern und deren Abfall wieder aufzunehmen.

Insgesamt beträgt der Fußabdruck der Lyoness Open 2012 332.780.134 m², also etwas mehr als 300 km² (in etwa ein Fünftel der Fläche Londons).
Dieser Fußabdruck bedeutet, dass unser Planet jährlich eine Fläche von rund 300 km² bereitstellen muss, um sämtliche mit dem Event verbundenen Ressourcen zu liefern und die dabei emittierten Schadstoffe wieder abzubauen.

Gesamt-Fußabdruck: 332.780.134 m²

Der Fußabdruck der Lyoness Open würde außerdem dem Fußabdruck folgender Aktivitäten entsprechen:

972 Flüge von Wien auf die Malediven und retour
24,7 Jahre im Internet surfen
119,5 mal mit dem Auto um die Erde fahren
Produktion von 670.928 kg Rindfleisch
171 mal der Jahresfußabdrucks eines Österreichers


Jeder Besucher der Lyoness Open hinterließ einen Fußabdruck von 27.731 m². Um diese Größe besser zu verstehen, könnte man folgende Hypothese aufstellen:

Wenn ein Besucher, anstatt die Lyoness Open zu besuchen, zu Hause bleiben und 24 Stunden im Internet surfen würde, würde der ökologische Fußabdruck für einen Tag 36.840 m² betragen. Ein Besuch der Lyoness Open verursacht somit beispielsweise einen kleineren Fußabdruck, als eine 24-stündige Internetnutzung.

Der Sektor der Mobilität verbraucht erwartungsgemäß am meisten Ressourcen und ist für über 70% des Fußabdrucks verantwortlich. Darunter fallen folgende Komponenten:

  • An- und Abreise der Spieler und Betreuer
  • An- und Abreise der ca. 12.000 Besucher
  • An- und Abreise von Presse und TV-Teams inklusive der Übertragungswagen bei Live-TV-Produktionen

4% der Ressourcen werden für den An- und Abtransport von Gütern und den Stoffeinsatz benötigt. In diese Kategorie fallen alle Aufwendungen, die erforderlich sind, um die Infrastruktur anzuliefern und aufzubauen (Zelte, Tribüne etc.) Außerdem wird hierbei der Aufwand für die Rasenpflege berücksichtigt.

Der Fußabdruck der Lyoness Open dient zur Veranschaulichung und Bewusstseinsbildung. Er verdeutlicht auf ernüchternde Weise, wie viele Ressourcen der Mensch bei einem Großevent verbraucht. Die Greenfinity will zum Umdenken anregen und einen Beitrag zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen und Lebensräume leisten. Sie hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, den Fußabdruck der Lyoness Open in den folgenden Jahren durch gezielte ökologische Einsparungen und Kompensationsprojekte kontinuierlich zu verkleinern.